PKP-Intercity-Zug kollidiert in Sokolniki Suche mit Lkw, ein Fahrgast getötet, 20 verletzt
Ein PKP-Intercity-Personenzug mit rund 120 Fahrgästen kollidierte am Mittwoch an einem Bahnübergang in Sokolniki Suche mit einem Lkw, wobei ein Fahrgast getötet und mehrere andere in örtliche Krankenhäuser gebracht wurden.
Kollision und Entgleisung
Am Mittwoch um 11:25 Uhr kollidierte der PKP-Intercity-Zug Nummer 2820/1 Koziolek auf der Fahrt von Lublin Glowny nach Szczecin Glowny an einem Bahnübergang in Sokolniki Suche in der Woiwodschaft Masowien mit einem Lkw. Der Zug bestand aus einer EP09-Lokomotive und sechs Personenwagen und beförderte etwa 120 Personen, darunter 111 Fahrgäste mit Fahrkarte, einen Triebfahrzeugführer und zwei Zugbegleiter. Beim Aufprall kippte die Lokomotive auf die rechte Seite, und vier der sechs Personenwagen entgleisten. Der Lkw, in Medienberichten als Betonmischer identifiziert, erlitt schwere strukturelle Schäden und riss eine große Öffnung in die Seite des vordersten Wagens.
Opfer und Notfallmaßnahmen
Rettungsdienste bestätigten, dass 20 Menschen bei dem Zusammenstoß verletzt wurden. Vier Personen wurden zunächst als kritisch eingestuft, darunter der Triebfahrzeugführer, der Lkw-Fahrer und zwei Fahrgäste. Eine der schwer verletzten Fahrgäste, die im ersten Wagen saß, erlag ihren Verletzungen, nachdem Rettungskräfte sie in einen Krankenwagen evakuiert hatten. Feuerwehrsprecher Hauptmann Marcin Kowalski berichtete, dass die Einsatzkräfte erfolgreich ein Opfer reanimierten, das am Ort einen Herzstillstand erlitten hatte. Zwischen sieben und acht Verletzte wurden in Krankenhäuser in Radom, Opoczno und Kielce gebracht, wobei die Sprecherin des Luftrettungsdienstes Justyna Sochacka bestätigte, dass ein Patient per Hubschrauber ausgeflogen wurde.
Paweł Krysiak, ein Fahrgast im zweiten Wagen, der nach Zduńska Wola unterwegs war, beschrieb den Aufprall im Zug.
Plötzlich spürte ich einen heftigen Aufprall. Der Knall war enorm. Der Zug fiel auf meine rechte Seite und ich fiel darauf und bekam schlimme Prellungen.
Evakuierung und Verkehrsunterbrechung
An der Rettungsaktion waren etwa 30 Feuerwehreinheiten, spezialisierte technische und medizinische Rettungsteams, Polizeikräfte und zwei Rettungshubschrauber beteiligt. In der Nähe befindliche Autofahrer und unverletzte Fahrgäste halfen, Überlebende aus den Trümmern zu ziehen und Verbände und Trinkwasser zu verteilen. Ersthelfer brachten 67 Fahrgäste, die nicht ins Krankenhaus mussten, in ein Gemeindezentrum im nahegelegenen Skrzynsko; die örtliche Polizei sicherte ihr restliches Gepäck zur Abholung in Przysucha.
| 11:25 | InterCity-Zug Koziolek kollidiert mit Lkw an Bahnübergang in Sokolniki Suche |
|---|---|
| 12:00 | Rettungsdienste setzen etwa 30 Feuerwehreinheiten und zwei Rettungshubschrauber ein, Bahnstrecke 22 wird gesperrt |
| 14:39 | Behörden bestätigen einen Todesfall unter den vier Personen in kritischem Zustand |
| 15:53 | Bezirksstaatsanwaltschaft Radom leitet formelles Verfahren nach Artikel 163 des Strafgesetzbuches ein |
Der Zugverkehr auf der Bahnstrecke Nummer 22 zwischen Wolanow und Przysucha entlang des Korridors Tomaszow Mazowiecki nach Radom Glowny wurde nach der Entgleisung eingestellt. PKP Intercity setzte drei Ersatzbusse ein, um gestrandete Fahrgäste in Richtung Lodz zu bringen, und führte eine gegenseitige Ticketanerkennung mit den Regionalzugbetreibern Polregio und LKA ein.
Ermittlungen und Sicherheitsmaßnahmen
Die Bezirksstaatsanwaltschaft in Radom hat in Zusammenarbeit mit dem Kreistaatsanwalt von Przysucha und der Staatlichen Kommission für Eisenbahnunfalluntersuchung eine Untersuchung des Unfalls eingeleitet. Die Staatsanwälte führen die Ermittlungen nach Artikel 163 des polnischen Strafgesetzbuches, der die Verursachung einer Eisenbahnkatastrophe unter Gefährdung von Leben, Gesundheit oder bedeutendem Eigentum behandelt. Die Ermittler untersuchen den Lkw, prüfen auf einen Fahrtenschreiber und entnehmen technische Datenrekorder sowohl aus der Lokomotive als auch aus der Kreuzungsanlage, die funktionierende Licht- und Tonwarnungen, aber keine Schranken und keine externen Überwachungskameras hatte.
Der Radomer Bezirksstaatsanwalt Robert Czerwiński erläuterte den laufenden technischen Bergungsprozess vor Ort.
Es geht nicht nur darum, den Zug und die Trümmer des Lkw zu untersuchen, sondern auch die Datenrekorder der Lokomotive zu bergen, Aufnahmen und Zugdaten mit Geschwindigkeit und anderen technischen Spezifikationen zu erhalten.
Nach dem Unfall kündigten Premierminister Donald Tusk und Infrastrukturminister Dariusz Klimczak an, dass die Regierung dringende Gesetzesänderungen vorbereitet, um die Strafen für Fahrer, die Verkehrsregeln an Bahnübergängen verletzen, deutlich zu erhöhen.
Quellen
- Hrůza na přejezdu v Polsku: Rychlík smetl kamion, jeden mrtvý
Blesk.cz · 9. Sept. - Wielka wyrwa w ścianie wagonu. Tak wyglądał pojazd po wypadku
polsatnews.pl · 9. Sept. - Zderzenie pociągu z ciężarówką, jest wielu poszkodowanych. Prokuratura wszczyna śledztwo
NIEZALEZNA.PL · 9. Sept. - Nowe fakty ws. wypadku pociągu. Prokuratura bada przyczyny
TVP Info · 9. Sept. - "Pociąg przewrócił się na moją stronę". Relacje świadków po tragedii w Sokolnikach Suchych
wiadomosci.radiozet.pl · 9. Sept. - Wykoleił się pociąg z ponad 100 pasażerami. Ofiara śmiertelna i ciężko ranni
www.portalsamorzadowy.pl · 9. Sept. - Dramatyczna relacja z wykolejonego pociągu. "Człowiek nie jedzie, tylko się ślizga"
polsatnews.pl · 9. Sept. - Poważny wypadek na Mazowszu. Pociąg uderzył w ciężarówkę. Nie żyje pasażerka. Nowe informacje z miejsca wypadku
Warszawa Nasze Miasto · 9. Sept.