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Polnische Cyberkriminalpolizei nimmt Roman Ż. im Zondacrypto-Ermittlungsverfahren fest

Beamte beschlagnahmten Luxusuhren und Finanzunterlagen bei Durchsuchungen in der Woiwodschaft Schlesien und begründeten die Festnahme mit Fluchtgefahr vor einer formellen Anklage in Kattowitz.

Festnahme in der Woiwodschaft Schlesien

Beamte des Zentralen Büros für Cyberkriminalität und der Kattowitzer Woiwodschaftspolizei nahmen Roman Ż. am Nachmittag des 5. September 2026 in der Woiwodschaft Schlesien fest. Die koordinierte Aktion erfolgte unter der Leitung der Schlesischen Abteilung der Abteilung für organisierte Kriminalität und Korruption der Nationalen Staatsanwaltschaft in Kattowitz. Nach der Festnahme durchsuchten die Strafverfolgungsbehörden sowohl den Ort der Festnahme als auch den gemeldeten Wohnsitz des Verdächtigen. Die Ermittler sicherten Unternehmensunterlagen der Kryptowährungsbörse Zondacrypto sowie hochwertige Vermögenswerte, darunter Luxusuhren und Schmuck. Die Sprecherin der Nationalen Staatsanwaltschaft, Anna Adamiak, erläuterte die Begründung für den Zeitpunkt der Operation.

Die Festnahme von Roman Ż. am Samstag erfolgte aufgrund einer begründeten Fluchtgefahr.

— Anna Adamiak

Nach den Durchsuchungsmaßnahmen übergaben die Beamten Roman Ż. in Gewahrsam. Die Staatsanwaltschaft plante seinen Transport zur Schlesischen Abteilung der Nationalen Staatsanwaltschaft in Kattowitz, um formelle Anklage zu erheben und ihn als Beschuldigten zu vernehmen.

Verbindungen zu BitBay und finanzielle Vorwürfe

Roman Ż. war ein langjähriger Geschäftspartner und stiller Teilhaber von Sylwester Suszek, dem Gründer der Kryptowährungsbörse BitBay, die später in Zondacrypto umbenannt wurde. Suszek verschwand im März 2022 unter ungeklärten Umständen, woraufhin die Staatsanwaltschaft die Börsenermittlungen mit der Vermisstenuntersuchung zusammenlegte. Die Untersuchung prüft, ob Geschäftspartner versuchten, Vermögenswerte des Börsenbetreibers zu übernehmen oder die Strafverfolgung zu behindern. Der Investigativjournalist Michał Fuja identifizierte Roman Ż. als einen frühen Gründer, der illegales Kapital in das Unternehmen geleitet habe.

Er war es, der angeblich das erste Geld aus Mehrwertsteuerstraftaten, aus Umsatzsteuerkarussellen, bereitstellte, um die Börse zu gründen und zu unterstützen. Wahrscheinlich auch, um dort dieses Geld zu waschen.

— Michał Fuja

Roman Ż. ist seit 2019 formellen Anschuldigungen ausgesetzt, eine organisierte kriminelle Gruppe angeführt und 28 Millionen PLN über BitBay-Konten gewaschen zu haben. Über den Börsenbetrieb hinaus besaßen Roman Ż. und Suszek gemeinsame Immobilien in Spanien im Wert von rund 760.000 Euro.

Zeitleiste der BitBay- und Zondacrypto-Ermittlungen
2019Roman Ż. wird beschuldigt, eine organisierte kriminelle Gruppe angeführt und 28 Millionen PLN gewaschen zu haben.
2022-03BitBay-Gründer Sylwester Suszek verschwindet unter ungeklärten Umständen
2026-09-05Beamte des Zentralen Büros für Cyberkriminalität nehmen Roman Ż. in der Woiwodschaft Schlesien fest

Umfang der erweiterten Ermittlungen

Die Festnahme von Roman Ż. ist Teil einer breiteren Reihe von Durchsetzungsmaßnahmen im Zusammenhang mit den früheren und aktuellen Aktivitäten von Zondacrypto. In den Tagen vor seiner Festnahme nahmen die Behörden zwei weitere Personen fest: Anna P. und Jaromira W. Die Staatsanwaltschaft wirft beiden vor, an einem organisierten kriminellen Unternehmen beteiligt gewesen zu sein und zum finanziellen Nachteil der Betreibergesellschaft der Börse gehandelt zu haben. Die Staatsanwaltschaft beantragte beim Gericht die Untersuchungshaft für beide Verdächtigen.

Erste Berichte am Samstag deuteten darauf hin, dass auch der Marschall der Woiwodschaft Lublin und ehemalige Abgeordnete der Partei Recht und Gerechtigkeit Jarosław S. im Rahmen der Zondacrypto-Ermittlungen festgenommen worden sei. Justizminister Waldemar Żurek bestätigte Durchsetzungsmaßnahmen, offizielle Erklärungen der Nationalen Staatsanwaltschaft stellten jedoch später klar, dass nur Roman Ż. am 5. September festgenommen wurde. Die Ermittler bestätigten, dass umfassende Ergebnisse nach Abschluss der Vernehmung von Roman Ż. in Kattowitz veröffentlicht werden.

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Quellen