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Explosion und Brand in einer Bootswerkstatt in Chania: 70-jähriger Besitzer lebensgefährlich verbrannt

Eine heftige Explosion erschütterte am Donnerstagnachmittag eine Polyester-Bootswerkstatt in Livadia, Chania, und verursachte bei dem 70-jährigen Besitzer schwere Verbrennungen an fast seinem gesamten Körper. Nachbarn zogen ihn aus dem brennenden Gebäude, bevor die Feuerwehr eintraf.

Die Explosion

Eine Werkstatt im Erdgeschoss in der Sofokli-Venizelou-Straße im Stadtteil Livadia von Chania auf Kreta wurde am Nachmittag des Donnerstags, 23. Juli 2026, von einer Explosion erschüttert. Das Unternehmen war auf den Bau und die Reparatur von Polyesterbooten spezialisiert, stellte auch Rettungsboote her und bot Schiffsinspektionsdienste an. Der Explosion folgte ein Brand, der das Gebäude erfasste, und Augenzeugen berichteten von mehreren sekundären Explosionen, die die Gefahr noch erhöhten.

Wir hörten einen sehr lauten Knall und sahen sofort Flammen. Wir rannten, um zu helfen.

— Augenzeugen

Die Einsatzzentrale der Feuerwehr wurde gegen 18:30 Uhr alarmiert und entsandte Bodentruppen zum Ort des Geschehens. Doch noch vor deren Eintreffen hatten Anwohner bereits gehandelt.

Rettung durch Nachbarn

Nachbarn schlugen ein Fenster ein, um den eingeschlossenen Mann aus dem brennenden Gebäude zu erreichen. Es gelang ihnen, ihn herauszuziehen, und ein Krankenwagen des Nationalen Zentrums für Notfallversorgung (EKAV) brachte ihn ins Krankenhaus von Chania. Nach Angaben von Augenzeugen hatte der Besitzer in der Werkstatt gearbeitet, als die Explosion geschah. Kurz zuvor hatten Umstehende ihn gedrängt, nicht wieder in das Gebäude zu gehen.

Wir riefen ihm zu, er solle nicht hineingehen, aber er ging hinein, und wenig später zogen wir ihn in diesem Zustand heraus.

— Augenzeugen

Der Mann, der Besitzer des Betriebs, ist über 70 Jahre alt und erlitt ausgedehnte Verbrennungen an fast seinem gesamten Körper.

Zustand des Opfers

Der Krankenhausdirektor George Beas bestätigte, dass der Patient intubiert und in kritischem Zustand auf die Intensivstation eingeliefert wurde. Er kämpft um sein Leben, die Verbrennungen werden als sehr schwerwiegend beschrieben. Es gab zunächst keine weiteren Informationen über seinen Gesundheitszustand.

Feuerwehr und Ermittlungen

Fünfzehn Feuerwehrleute mit fünf Fahrzeugen waren im Einsatz, um den Brand zu löschen und die Umgebung zu sichern. Die Brandermittlungseinheit von Chania wurde aktiviert, um die Brandursache zu untersuchen. Am Donnerstagabend waren die genauen Umstände, die die Explosion auslösten, noch unbekannt, und die Behörden leiteten eine umfassende Untersuchung ein.

Die Werkstatt, die sich in der Nähe des Mittelmeer-Agronomischen Instituts von Chania (MAICH) befindet, war ein eingeschossiges Gebäude. Der Brand verursachte erheblichen Schaden, es wurden jedoch keine weiteren Verletzten gemeldet.

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Quellen