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USA strukturieren 35%igen Anteil an venezolanischem Ölunternehmen als Anti-Dilution-Penny-Warrants

Das Pentagon strukturierte seinen 35%igen Anteil am venezolanischen Ölunternehmen North American Blue Energy Partners mittels Penny Warrants, wodurch Washington bei der Expansion über 17 Felder vor Verwässerung geschützt wird.

Eigenkapitalstruktur und Warrants-Bedingungen

Ein US-Beamter erklärte am Donnerstag, dass das Pentagon die 35%ige Beteiligung der Regierung an einem venezolanischen Ölunternehmen mittels Penny Warrants in North American Blue Energy Partners (NABEP) strukturierte. Diese Optionsscheine gewähren das Recht, Eigenkapital zu einem symbolischen Preis zu erwerben, während die Regierung bei künftigen Kapitalerhöhungen vor Verwässerung geschützt wird. Washington hat weiterhin Anspruch auf Bardividenden, bevor die Warrants formell ausgeübt werden. Das Pentagon sicherte sich zudem ein Vorkaufsrecht auf die Rohölproduktion des Unternehmens, das den Kauf von 20% der Förderung zu Betriebskosten und der restlichen 80% zu marktüblichen Preisen ermöglicht. Darüber hinaus behält Washington ein Vetorecht im Verwaltungsrat von NABEP, der eine Mehrheit von US-Bürgern aufweisen muss.

US-Rohölkaufanteile im Rahmen des Vorkaufsrechts
%
Zu Produktionskosten20
Zum Marktpreis80

Konzessionsumfang und geopolitische Neuausrichtung

Das bilaterale Abkommen, das Ende August 2026 von Präsident Donald Trump nach der Absetzung des ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte im Januar angekündigt wurde, gewährt NABEP 100-jährige Rechte an 17 Ölfeldern. Diese Vermögenswerte umfassen schätzungsweise 65 Milliarden Barrel Reserven und wurden ohne Ausschreibungsverfahren vergeben. Die Vereinbarung überträgt die Kontrolle über Produktionsgebiete, die zuvor von russischen und chinesischen Staatsunternehmen betrieben wurden, an US-amerikanisch orientierte Führung. Alejandro Betancourt, der venezolanische Geschäftsmann, der NABEP kontrolliert, veröffentlichte eine Stellungnahme, in der er die Transaktion und ihre wirtschaftlichen Perspektiven für beide Nationen befürwortete.

Alejandro Betancourt beschrieb die wirtschaftliche Dimension des Abkommens.

Venezuela ist gesegnet mit einem Überfluss an natürlichen Ressourcen, einer fleißigen Bevölkerung und ungenutztem Potenzial. Diese Transaktion wird dieses Potenzial zum großen Vorteil sowohl der Venezolaner als auch der Amerikaner freisetzen.

— Alejandro Betancourt
Meilensteine der US-venezolanischen Energiepartnerschaft
2026-01US-Strekräfte entmachten den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro.
2026-08Donald Trump kündigt das bilaterale Energieabkommen über 17 Ölfelder an.
2026-09-04US-Beamte erläutern die 35-prozentige Penny-Warrant-Anti-Dilution-Eigenkapitalstruktur.

Geografie und technische Hürden

Die 17 Felder teilen sich gleichmäßig auf zwei unterschiedliche Energiebecken auf. Etwa die Hälfte liegt im Maracaibo-See im Nordwesten Venezuelas, einem etablierten Becken, in dem die Infrastruktur nach jahrelanger Vernachlässigung verfallen ist. Die verbleibenden Konzessionen liegen im Orinoco-Gürtel im zentralen und nordöstlichen Venezuela, wo die Rohölvorkommen Asphalt ähneln und kostspielige Beimischungen erfordern, um durch Pipelines zu fließen. NABEP fördert derzeit auf drei aktiven Feldern rund 200.000 Barrel pro Tag und strebt innerhalb von fünf Jahren eine Million Barrel täglich an. Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez setzte mit 1,5 Millionen Barrel pro Tag ein noch höheres Fördermittel für die Konzessionsgebiete fest.

Ölförderziele des venezolanischen Abkommensgebiets
Barrel/Tag
Aktuelle Produktion200000
NABEP 5-Jahres-Ziel1000000
Ziel von Delcy Rodríguez1500000

Branchenkosten und unternehmerische Prüfung

Die Erschließung des Orinoco-Gürtels erfordert erhebliche Investitionen für Pipelines, Verarbeitungsanlagen und spezialisiertes Personal. Bob Fryklund, Vizepräsident von S&P Global Energy, wies auf das Ausmaß der Investitionen hin, die zur Sanierung der venezolanischen Fördernetze erforderlich sind.

Dies ist eine enorme Summe an benötigtem Geld, und man braucht auch die Leute – es geht nicht nur um Stahl, Rohre und Ingenieurwesen.

— Bob Fryklund

Die Regelung hat bei einigen US-Ölmanagern Unbehagen ausgelöst, die von dem bilateralen Abkommen überrascht wurden. Betancourt, der zuvor die Kontrolle über NABEP vom US-Ölmagnaten Harry Sargeant übernommen hatte, war in der Vergangenheit Gegenstand von Ermittlungen europäischer und US-amerikanischer Behörden, wurde jedoch nie angeklagt und hat die Vorwürfe stets bestritten.

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Quellen