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25-Jähriger stirbt nach Sprung vom Balkon bei Carabinieri-Durchsuchung in Cosenza; Mutter erhebt Schikanenvorwürfe

Mohamed Amin Bessioud, 25, befand sich wegen Drogendelikten unter Hausarrest, als Carabinieri 100 Gramm Haschisch fanden und ihm Handschellen anlegten; er befreite sich und sprang vom Balkon im dritten Stock. Seine Mutter sagt, die Beamten hätten ihn schikaniert und sie am Betreten des Zimmers gehindert.

Der Vorfall

Am Morgen des 23. Juli 2026 suchten Carabinieri die Wohnung von Mohamed Amin Bessioud in Cosenza auf, um die Einhaltung einer Hausarrestanordnung wegen Drogendelikten zu überprüfen. Während der Kontrolle, die von einigen Berichten als Durchsuchung beschrieben wird, entdeckten die Beamten 100 Gramm Haschisch. Sie legten Bessioud in seinem Schlafzimmer Handschellen an. Trotz der Fesselung gelang es ihm, sich zu befreien und vom Balkon im dritten Stock zu springen. Rettungskräfte brachten ihn ins Krankenhaus, wo er jedoch seinen Verletzungen erlag. Die Staatsanwaltschaft Cosenza leitete umgehend Ermittlungen ein.

Ablauf der Ereignisse am 23. Juli 2026
Kontrolle beginntCarabinieri treffen in der Wohnung ein, um die Einhaltung des Hausarrests zu überprüfen.
Haschisch gefunden und Handschellen angelegtBeamte entdecken 100 Gramm Haschisch und legen Bessioud in seinem Schlafzimmer Handschellen an.
Mutter öffnet TürMutter hört Druck, öffnet die Schlafzimmertür und sieht ihren Sohn.
Sprung vom BalkonBessioud befreit sich aus den Handschellen und springt vom Balkon im dritten Stock.
KrankenhaustransportRettungskräfte bringen Bessioud ins Krankenhaus.
Tod bestätigtBessioud stirbt an seinen Verletzungen.

Schilderung der Mutter

Bessiouds Mutter, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in der Wohnung befand, gab Reportern eine detaillierte Schilderung. Sie sagte, ihr Sohn habe an Depressionen gelitten und große Angst vor den Kontrollen gehabt; er habe sich von einem der Beamten schikaniert gefühlt. Sie identifizierte die beiden Beamten als diejenigen, die häufig kamen, und erklärte: „Viele Carabinieri haben ein sanftes Wesen, aber diese beiden nicht.“ Sie habe sie gebeten, die Schlafzimmertür nicht zu schließen, weil ihr Sohn aufgewühlt gewesen sei, doch sie schlossen sie und blieben mit ihm allein. Sie hörte, wie Druck ausgeübt wurde, öffnete dann die Tür und sah ihn springen. Sie konnte ihn nicht retten.

Ich bat die Carabinieri, die Zimmertür nicht zu schließen, weil mein Sohn depressiv und aufgewühlt war, die beiden Soldaten schlossen stattdessen die Tür und blieben mit Mohamed allein. Ich bat sie, mich hereinzulassen, sie erlaubten es mir nicht, ich hörte Schreie, und als ich beschloss, die Tür zu öffnen, sah ich meinen Sohn sich vom Balkon in die Leere stürzen.

— Mutter von Mohamed Amin Bessioud

Nach dem Sturz, so sagt sie, sei sie im Haus festgehalten worden und habe nicht zu ihrem Sohn gehen dürfen, selbst als der Krankenwagen eintraf. Sie leide an Asthma und habe ihm nur in seinen letzten Momenten nahe sein wollen. Sie beabsichtigt, über ihre Anwälte Anzeige zu erstatten und das tunesische Konsulat zu informieren. Sie erklärte auch, sie habe wiederholt um Hilfe gebeten, ihren Sohn wegen seiner Depression in ein Krankenhaus einweisen zu lassen, aber keine erhalten.

Ich habe immer um Hilfe gebeten, ich drängte auf seine Einweisung ins Krankenhaus wegen der Depression, aber niemand half ihm. Dieser Carabiniere wird meine Vergebung nicht bekommen.

— Mutter von Mohamed Amin Bessioud

Ich leide an Asthma und wollte nur hinuntergehen, um meinem Sohn in seinen letzten Momenten nahe zu sein, aber sie hielten mich im Haus fest, bis die Hilfe eintraf, und erlaubten mir nicht, mich zu nähern, selbst als der Krankenwagen kam.

— Mutter von Mohamed Amin Bessioud

Ermittlungen

Die Staatsanwaltschaft Cosenza hat ein Ermittlungsverfahren zum Tod eingeleitet. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Die Carabinieri haben sich zu den Vorwürfen der Mutter nicht öffentlich geäußert. Das Anwaltsteam der Mutter bereitet eine formelle Beschwerde vor.

Hintergrund

Bessioud wurde in Italien als Sohn tunesischer Eltern geboren und besaß die italienische Staatsbürgerschaft. Er stand wegen Drogenvorwürfen unter Hausarrest. Die Schilderung der Mutter legt nahe, dass die Beamten ihren Sohn schikanierten und sie daran hinderten, einzugreifen.

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Quellen