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Stromnetz · ab · akt. · 8 Quellen

Deutsche Polizei sucht Tatverdächtigen Daniel V. nach Sabotageangriffen auf Stromnetze im Kohlerevier

Behörden in drei deutschen Bundesländern fahnden nach dem 48-jährigen Daniel V. nach Explosions- und Raketenangriffen auf Umspannwerke in der Nähe von Braunkohletagebauen.

Koordinierte Angriffe auf Übertragungsinfrastruktur

Die deutschen Behörden untersuchen eine Reihe von Angriffen auf Einrichtungen des Stromnetzes in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen. Alle drei Bundesländer betreiben aktive Braunkohletagebaue und Kohlekraftwerke. Die Sabotage begann am 1. September 2026, als ein Arbeiter am Umspannwerk Turnow-Preilack nahe der polnischen Grenze selbstgebaute Abschussvorrichtungen entdeckte, die auf Übertragungsleitungen gerichtet waren. Die Apparaturen nutzten pyrotechnische Raketen, um leitfähige Drähte in Richtung von Hochspannungsleitungen zu schleudern, was zwei Kurzschlüsse auslöste, ohne regionale Stromausfälle zu verursachen. Am selben Abend führte eine Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln dazu, dass fünf Braunkohlekraftwerksblöcke in Niederaußem und Neurath vom Netz gingen. Der Betreiber RWE Power brachte mehrere Einheiten wieder in Betrieb, ein Block sollte in der folgenden Woche wieder anlaufen.

Chronologie der Angriffe auf die Infrastruktur und der polizeilichen Ermittlungen
1. Sept. Raketenmechanismen lösen Kurzschlüsse in Turnow-Preilack aus und legen Blöcke in Bergheim lahm
3. Sept. Tageszeitung berichtet über den Eingang des ersten handschriftlichen Geständnisbriefes des Verdächtigen
4. Sept. Polizei entdeckt Sprengstoff in Gevelsberg und durchsucht einen zum Wohnmobil umgebauten Lkw in Niederzier
5. Sept. Behörden veröffentlichen Fotos von Daniel V. und starten europaweite öffentliche Fahndung

Technische Geständnisbriefe

Die Ermittler identifizierten den 48-jährigen Daniel V., nachdem zwei handschriftliche Geständnisbriefe an deutsche Medien geschickt worden waren. Der Verfasser bekannte sich zu Angriffen auf die Infrastruktur rund um die Kraftwerke Jänschwalde und Schwarze Pumpe in Brandenburg sowie auf Standorte in Gohr, Bergheim-Rheidt, Dormagen und Weisweiler in Nordrhein-Westfalen. In den Dokumenten beschrieb der Autor, wie kleine Kanonen und Feuerwerkskörper Drähte in Freileitungen schossen, und ging dabei auf die genauen Drahtstärken, Raketendesigns und Treibladungen ein. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt stellte fest, dass die technischen Erläuterungen eine direkte Beteiligung an den Angriffen bestätigten.

Das in diesen Briefen offenbarte Wissen ist eindeutig Täterwissen.

— Alexander Dobrindt

Razzien und sichergestellte Sprengstoffe

Die Briefe erklärten, dass die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ein Verbrechen sei, was Dobrindt dazu veranlasste, die Taten als Klimaterrorismus eines Einzeltäters zu bezeichnen. Am 4. September 2026 durchsuchte die Polizei die Wohnung des Verdächtigen in Gevelsberg und stellte explosives Material sicher. Am Nachmittag stürmten Spezialeinheiten einen zum Wohnmobil umgebauten Lkw in einem Wald bei Niederzier, etwa 100 Kilometer entfernt in der Nähe des Hambacher Forsts, fanden den Verdächtigen jedoch nicht. In Ostsachsen entdeckte die Polizei 12 selbstgebaute Sprengsätze an Stromleitungen, die von Spezialisten des Landeskriminalamtes entschärft wurden, bevor sie elektrische Kurzschlüsse verursachen konnten.

Ausgeweitete Suche und Reaktion der Länder

Die Polizeibehörden in Potsdam und Nordrhein-Westfalen riefen die Bevölkerung um Mithilfe auf und veröffentlichten zwei Fotos von Daniel V., eine spezielle Telefon-Hotline und ein Online-Portal. Die Ermittler prüfen Anklagepunkte wie Herbeiführen einer Explosion, verfassungsfeindliche Sabotage, Störung öffentlicher Betriebe und Bildung einer terroristischen Vereinigung. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul erklärte, dass Linksextremismus zwar eine Haupttheorie bleibe, eine ausländische staatlich gelenkte Sabotage jedoch nicht ausgeschlossen werde.

Wer im Namen des Klimaschutzes die Stromversorgung von Krankenhäusern gefährdet, spart nichts, sondern gefährdet Leben.

— Herbert Reul
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Quellen