Spanische Ärzte rufen ab 28. Oktober zu unbefristetem landesweitem Streik auf
Medizinische Gewerkschaften in ganz Spanien werden am 28. Oktober 2026 einen unbefristeten landesweiten Streik starten, um ein eigenes Berufsstatut zu fordern, während das Rahmenstatut der Regierung ins Parlament geht.
Unbefristeter Streik für Ende Oktober angekündigt
Die spanischen Ärztegewerkschaften haben sich darauf geeinigt, ab dem 28. Oktober 2026 einen unbefristeten landesweiten Streik zu beginnen. Die vom ärztlichen Streikkomitee koordinierte Aktion richtet sich gegen den vom Ministerrat verabschiedeten Gesetzesentwurf für das Rahmenstatut (Estatuto Marco). Das Gesetz regelt die Arbeitsbeziehungen im gesamten nationalen Gesundheitswesen und wurde nun zur parlamentarischen Debatte an den Kongress der Abgeordneten überwiesen. Die Ärzteorganisationen argumentieren, dass der aktuelle Gesetzesentwurf die spezifischen Arbeitsbedingungen, Verantwortlichkeiten und Ausbildungsanforderungen der ärztlichen Tätigkeit nicht widerspiegelt.
Kernforderungen und kumulierte Auswirkungen
Der Streit dreht sich um die Forderung der Gewerkschaften nach einem separaten, eigenen Statut für Ärzte und ärztliches Fachpersonal anstelle eines gemeinsamen Rahmens für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen. Gewerkschaftsplattformen, darunter die Unión Médica y Facultativa (UMYF) und die Spanische Konföderation der Ärztegewerkschaften (CESM), haben am 21. April 2026 einen Klassifizierungsvorschlag beim Gesundheitsministerium eingereicht. Sie streben bilaterale Verhandlungen über Arbeitszeiten, Ruhestandsregelungen und den Berufsstatus an. Frühere Arbeitskampfmaßnahmen begannen im Februar 2026 und reichten von eintägigen Ausständen bis hin zu wöchentlichen Streiks pro Monat. Nach Gewerkschaftsangaben aus 13 der 17 spanischen Autonomen Gemeinschaften führten die fünf vorangegangenen Ausstände zur Absage von mehr als 3 Millionen Terminen und zu geschätzten wirtschaftlichen Auswirkungen von über 200 Millionen Euro.
Regionale Unterstützung und Streiktermine im Baskenland
Regionale Verbände in ganz Spanien haben ihre Teilnahme am unbefristeten Streik bestätigt, darunter CESM Murcia, die Ärztegewerkschaft Andalusiens (SMA), Metges de Catalunya, AMYTS in Madrid, SME im Baskenland und O'MEGA in Galicien. In Andalusien erklärte SMA-Präsident Rafael Ojeda, dass eine im Juli 2026 mit dem Regionalrat Antonio Sanz unterzeichnete regionale Gehaltsvorvereinbarung bis zum landesweiten Streiktermin in Kraft bleibe.
Bis zum 28. Oktober bleibt sie für uns in Kraft.
Im Baskenland hat sich die Gewerkschaft SME trotz einer Juli-Vereinbarung mit dem regionalen Gesundheitsdienst Osakidetza ebenfalls dem landesweiten Aufruf angeschlossen. Die baskischen Gesundheitsgewerkschaften haben separat fünf weitere Streiktermine für Osakidetza-Mitarbeiter zwischen Oktober und Dezember 2026 festgelegt.
| 2026-04-21 | Ärztegewerkschaften reichen Berufsklassifizierungsvorschlag beim Gesundheitsministerium ein |
|---|---|
| 2026-07 | Baskische andalusische Ärztegewerkschaften erzielen regionale Vorvereinbarungen |
| 2026-10-28 | Landesweiter unbefristeter Ärztestreik beginnt in ganz Spanien |
| 2026-10-30 | Erster Generalstreik aller Osakidetza-Mitarbeiter im Baskenland |
| 2026-12-09 | Streik für Osakidetza-Mitarbeiter in Álava |
| 2026-12-10 | Streik für Osakidetza-Mitarbeiter in Bizkaia |
| 2026-12-11 | Streik für Osakidetza-Mitarbeiter in Gipuzkoa |
| 2026-12-14 | Zweiter Generalstreik aller Osakidetza-Mitarbeiter |
Verteidigung des Gesundheitsministeriums und parlamentarischer Weg
Gesundheitsministerin Mónica García lehnte die Forderung der Gewerkschaften ab, das Gesetz zu stoppen, und erklärte, dass die Überweisung des Gesetzes an den Kongress der Abgeordneten den richtigen demokratischen Weg für Verhandlungen eröffne. García wies darauf hin, dass die Regionalregierungen seit 2001 die alleinige Zuständigkeit für die Gesundheitsplanung und das Personalwesen haben, wobei Katalonien diese 1981, das Baskenland 1983 und Navarra 1990 erlangt habe. Sie schlug die Einrichtung einer parlamentarischen Arbeitsgruppe vor, um arztspezifische Regelungen zu prüfen, während die allgemeine gesetzliche Grundlage erhalten bleibe.
Ein eigenes Statut nur für Ärzte kann auf der Grundlage eines gemeinsamen Statuts entstehen, das die Arbeitsbedingungen aller Fachkräfte verbessert, nicht auf dessen Trümmern.
Während die Mindestbesetzungszahlen für die Primärversorgung und Krankenhausverfahren für den 28. Oktober noch nicht festgelegt wurden, wurden bei früheren Aktionen zwischen 12 % und 50 % des Personals in der Primärversorgung und 100 % in kritischen Notaufnahmen aufrechterhalten.
Quellen
- CESM Murcia se suma a la huelga médica indefinida convocada a nivel...
europa press · 11. Sept. - ¿Qué reclaman los médicos y qué les ofrece el Ministerio de Sanidad? Las claves del conflicto
El Periódico · 11. Sept. - El personal médico arrancará la huelga indefinida el 28 de octubre: los sindicatos exigen una "negociación real" sobre el estatuto profesional
La Razón · 11. Sept. - Mónica García afirma que llevar el Estatuto Marco al Congreso "no puede ser excusa" para mantener el conflicto médico
20 minutos · 11. Sept. - Cómo afectará la huelga de médicos a los pacientes: citas, operaciones, centros de salud y urgencias
20 minutos · 11. Sept. - El Sindicato Médico Andaluz apoya la convocatoria de huelga del 28 de octubre
ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL · 11. Sept. - El SMA apoya la convocatoria de huelga del 28 de octubre y mantiene...
europa press · 11. Sept. - Los médicos convocan una huelga indefinida estatal a partir del 28 de octubre contra el Estatuto Marco
RTVE.es · 11. Sept.