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Fußball · ab · akt. · 8 Quellen

Polen schlägt Rumänien 6:0 in der Nations League – Robert Lewandowski erzielt Dreierpack

Polen sicherte sich im PGE Narodowy einen 6:0-Sieg über Rumänien, nachdem Radu Dragusin früh die Rote Karte gesehen hatte; Robert Lewandowski traf dreimal.

Rote Karte verändert das Spiel

Polen besiegte Rumänien am Freitagabend im PGE Narodowy in Warschau mit 6:0 in der dritten Runde der UEFA Nations League, Gruppe B4. Die Gäste begannen mit offensiver Ausrichtung und erspielten sich in den ausgeglichenen ersten zwanzig Minuten frühe Chancen nach Eckbällen. Das Spiel kippte in der 22. Minute, als der Schweizer Schiedsrichter Urs Schnyder dem rumänischen Innenverteidiger Radu Dragusin wegen eines Fouls an Robert Lewandowski im Strafraum die Rote Karte zeigte. Lewandowski verwandelte den fälligen Strafstoß in der 24. Minute und brachte Polen mit 1:0 in Führung, mit der es in die Halbzeit ging.

Wir wollten fortsetzen, was vor der Roten Karte gut lief. Wir hatten Chancen nach Eckbällen, wir wollten einfach spielen, keine Energie verschwenden, uns auf die Defensive konzentrieren, aber sofort ist alles zusammengebrochen.

— Gheorghe Hagi
Spielverlauf: Polen gegen Rumänien
22. MinuteRadu Dragusin sieht für ein Foul im Strafraum die Rote Karte
24. MinuteRobert Lewandowski erzielt per Strafstoß das 1:0
47. MinuteRobert Lewandowski erhöht die polnische Führung
49. MinuteVirgil Ghita lenkt den Ball zum 3:0 ins eigene Tor
62. MinutePiotr Zielinski erzielt Polens viertes Tor
66. MinuteJan Bednarek baut Polens Führung auf 5:0 aus
86. MinuteRobert Lewandowski vollendet mit seinem Treffer den Dreierpack

Torlawine in der zweiten Halbzeit

Die polnische Mannschaft nutzte ihre Überzahl unmittelbar nach dem Wiederanpfiff, fand Räume und erzielte fünf Tore in der zweiten Halbzeit. Lewandowski erhöhte in der 47. Minute auf 2:0, und der rumänische Verteidiger Virgil Ghita lenkte den Ball in der 49. Minute ins eigene Netz. Mittelfeldspieler Piotr Zielinski traf in der 62. Minute zum vierten Tor, Verteidiger Jan Bednarek in der 66. Minute zum 5:0. Lewandowski vollendete in der 86. Minute seinen Dreierpack und kommt damit auf 92 Länderspieltore für Polen. Die drei Treffer erhöhten Lewandowskis Karrierebilanz gegen Rumänien auf acht Tore – mehr als gegen jeden anderen Nationalmannschaftsgegner.

Ich bin sicher glücklich über den Dreierpack, aber nicht nur über den Dreierpack, sondern auch über diesen klaren Sieg. Im Training habe ich mich schon gut gefühlt, also spürte ich, dass meine Kraft zurückgekehrt ist.

— Robert Lewandowski

Taktische Folgen und die Reaktion der Rumänen

Die Niederlage ist Rumäniens höchste seit dem 1:7 gegen die Schweiz 1967 und zugleich das erste Mal seit dem 4:6 gegen Jugoslawien 1977, dass die Nationalmannschaft sechs Gegentore hinnehmen musste. Rumäniens Trainer Gheorghe Hagi übernahm auf der Pressekonferenz nach dem Spiel die volle Verantwortung für den taktischen Plan und wies Spekulationen über einen sofortigen Rücktritt vor dem nächsten Spieltag zurück. Die früheren rumänischen Nationalspieler Gica Craioveanu und Cornel Dinu kritisierten nach Dragusins Platzverweis die taktische Struktur und verwiesen auf Positionsverwirrung und die Auswechslung von Offensivspielern. Auf den Rängen zeigten rund 1.000 mitgereiste rumänische Anhänger im Gästeblock ein bereits vor dem Spiel vorbereitetes Banner mit der Aufschrift „Polonia - Inima Europei“.

Tabellenstand der UEFA Nations League Gruppe B4 nach dem 3. Spieltag
Pkt.
Schweden7
Bosnien und Herzegowina5
Polen4
Rumänien0

Tabellenlage und kommende Spiele

Der Sieg lässt Polen mit vier Punkten auf dem dritten Platz der Gruppe B4, hinter Schweden mit sieben Punkten und Bosnien und Herzegowina mit fünf Punkten. Rumänien bleibt mit null Punkten und einer Tordifferenz von 3:12 nach Niederlagen gegen Schweden, Bosnien und Herzegowina und Polen Tabellenletzter. Lewandowski sah Gelb, weil er einem Gegner auf den Fuß trat, und ist damit für Polens Auswärtsspiel am Montag in Zenica gegen Bosnien und Herzegowina gesperrt. Polens Trainer Jan Urban sprach nach dem Schlusspfiff kurz auf Spanisch mit Hagi und sprach seinem Kollegen Mut zu. Rumänien empfängt am 5. Oktober zum Abschluss des Länderspielfensters den Gruppenersten Schweden in der Arena Nationala in Bukarest.

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Quellen