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Diplomatie · · 8 Quellen

Papst Leo XIV. besucht Paris und Lourdes unter Sicherheitsmobilisierung und mit geplanten Opfertreffen

Papst Leo XIV. wird vom 25. bis 27. September 2026 Frankreich besuchen, in Paris und Lourdes Freiluftliturgien für Hunderttausende feiern und sich unter strengen Sicherheitsvorkehrungen privat mit sieben Opfern sexuellen Missbrauchs durch Kleriker treffen.

Pariser Reiseroute und öffentliche Versammlungen

Papst Leo XIV. wird seinen Besuch in Frankreich am 25. September 2026 beginnen, mit öffentlichen Auftritten, offiziellen Treffen und groß angelegten Liturgien in Paris, bevor er nach Lourdes reist. Nach Stationen im Élysée-Palast und im UNESCO-Hauptquartier wird der Pontifex gegen 16:00 Uhr von der Kirche Notre-Dame-des-Champs aus im Papamobil durch Paris fahren. Die Route folgt dem Boulevard du Montparnasse und dem Boulevard Saint-Michel bis zur Place Saint-Michel, alle 100 Meter von Musikgruppen begleitet, bevor eine nicht gefilmte Überführung zum Vorplatz der Kathedrale Notre-Dame erfolgt. Am Freitagabend versammeln sich 80.000 Menschen im Stade de France zu einer Gebetsvigil. Am Samstag, dem 26. September, wird der Papst auf der Achse Concorde-Champs-Élysées eine Freiluftmesse feiern, zu der die französischen Behörden 500.000 Besucher erwarten.

Zeitplan des Besuchs von Papst Leo XIV. in Frankreich
2026-09-25T16:00Papamobil-Prozession verlässt Notre-Dame-des-Champs in Richtung Place Saint-Michel
25. September, AbendGebetsvigil mit 80.000 Teilnehmern im Stade de France
2026-09-26Freiluftmesse auf der Place de la Concorde in Paris
26. September, AbendAnkunft in Lourdes und Gebet an der Grotte von Massabielle
2026-09-27T11:00Freiluftmesse auf der Wiese gegenüber der Lourdes-Grotte
27. September, NachmittagPrivates Treffen mit sieben Opfern sexuellen Missbrauchs durch Kleriker

Sicherheitsoperation in der Hauptstadt

Die französischen Behörden werden auf dem Höhepunkt des Besuchs am Freitag und Samstag 15.000 Polizisten, Gendarmen und Militärangehörige der Operation Sentinelle einsetzen. Innenminister Laurent Nuñez erklärte, dass in Paris allein rund 14.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein werden, um die Menschenmengen an 23 ausgewiesenen Zugangspunkten mit obligatorischen Kontrollstellen zu lenken. Ein Schutzperimeter aus Fußstreifen wird das Papamobil während seiner Fahrt entlang der öffentlichen Boulevards umgeben, um die Bewegungen der Menge direkt zu überwachen. Das Innenministerium bestätigte, dass vor dem Besuch keine spezifische Sicherheitsbedrohung festgestellt wurde.

Pilgerreise nach Lourdes

Nach der Pariser Messe am 26. September wird Papst Leo XIV. nach Lourdes fliegen, was den ersten Papstbesuch des Marienheiligtums seit 18 Jahren darstellt. Am Samstagabend werden ihn 50.000 registrierte Pilger begrüßen, wenn er die Grotte von Massabielle besucht, um das Quellwasser zu trinken und zu beten. Am Sonntag, dem 27. September, öffnet das Heiligtum um 05:00 Uhr seine Tore, um 150.000 Gläubige aufzunehmen, die um 11:00 Uhr auf der Wiese gegenüber der Grotte eine Freiluftmesse feiern. Die örtlichen Behörden erwarten an den beiden Tagen in Lourdes 250.000 Besucher. Am Nachmittag sind auch Besuche bei kranken und armen Pilgern im Accueil Notre-Dame vorgesehen.

Erwartete Besucherzahlen bei päpstlichen Veranstaltungen in Frankreich
Personen
Vigil im Stade de France80000
Messe auf der Concorde500000
Ankunft in der Lourdes-Grotte50000
Sonntagsmesse in Lourdes150000
Gesamtzahl der Lourdes-Besucher (zwei Tage)250000

Treffen mit Missbrauchsopfern und kollektiver Ausschluss

Am Sonntagnachmittag in Lourdes wird Papst Leo XIV. privat mit sieben Opfern sexuellen Missbrauchs durch Kleriker zusammentreffen. Die Französische Bischofskonferenz erklärte, dass das eingeschränkte Format die Vorliebe des Pontifex für direkte persönliche Gespräche anstelle formeller Delegationen widerspiegelt. Die Entscheidung schließt institutionelle Überlebendenverbände aus, darunter das Bétharram-Kollektiv, das fast 200 Opfer vertritt, die mit einer Einrichtung verbunden sind, in der über 250 Beschwerden wegen Missbrauchs aus den 1950er bis Anfang der 2000er Jahre eingereicht wurden. Ein einzelnes Opfer aus Bétharram wird nach einem Briefing in Paris an der Sieben-Personen-Sitzung teilnehmen. Alain Esquerre, Sprecher des Bétharram-Kollektivs, kritisierte den Ausschluss organisierter Gruppen.

Wir wollten einen kollektiven Ansatz, um im Namen aller Opfer zu sprechen und zwei Dinge vom Papst zu erreichen: Zeugnis von der Schande der Kirche abzulegen und vor allem einen Aktionsplan vorzuschlagen.

— Alain Esquerre

Philippe Chemineau, Präsident des Lasallianischen Opferverbands MVR, stellte die Auswahlkriterien für das Treffen in Frage.

Es ist völlig undurchsichtig, wir wissen überhaupt nicht, wie die Leute ausgewählt werden oder wie es ablaufen wird.

— Philippe Chemineau

Die Französische Bischofskonferenz und die Konferenz der Ordensleute Frankreichs haben die nicht ausgewählten Opfer unter den 40 eingegangenen Anträgen eingeladen, schriftliche Stellungnahmen einzureichen, die die Beamten zu einem Buch für den Papst zusammenstellen werden.

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Quellen