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Merz bezeichnet AfD-Remigrationsplan als ethnische Säuberung nach Sachsen-Anhalt-Wahl

Bundeskanzler Friedrich Merz stellte sich im Bundestag der AfD-Mitvorsitzenden Alice Weidel nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und warnte, dass Massenabschiebungen Krankenhäuser und das Handwerk lahmlegen würden.

Zusammenstoß über Landtagswahlergebnisse im Bundestag

Bundeskanzler Friedrich Merz und die AfD-Mitvorsitzende Alice Weidel lieferten sich am Mittwoch, dem 9. September 2026, eine direkte Konfrontation im Bundestag. Der Schlagabtausch fand im Rahmen der planmäßigen Parlamentsdebatten zum Bundeshaushalt 2027 statt, drei Tage nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Bei dieser Regionalwahl am Sonntag, dem 6. September 2026, errang die AfD 43,8 % der Stimmen, während die CDU von Merz auf 17,2 % fiel – ihr niedrigster Landeswert in der Geschichte des Bundeslandes. Weidel eröffnete die Parlamentssitzung mit der Behauptung, das Regionalergebnis sei eine klare Ablehnung der Bundeskoalition aus CDU und SPD.

Die Bürger Sachsen-Anhalts haben durch den souveränen Wahlakt der Demokratie deutlich gemacht, dass die schwarz-rote Regierung am Ende ist.

— Alice Weidel

Vorwürfe der ethnischen Säuberung und Remigration

Merz trat kurz nach Weidels Eröffnungsrede ans Rednerpult, um eine direkte Antwort auf das zentrale Migrationsprogramm der AfD zu geben. Der Kanzler konzentrierte sich in seiner Rede auf das parteieigene Konzept der Remigration, das die massenhafte Abschiebung von Einwanderern und Asylbewerbern aus Deutschland vorsieht. Während er betonte, dass die Bundesregierung einen Konsens über die Abschiebung von Personen ohne legalen Aufenthaltsstatus habe, wies Merz die AfD-Definitionen zurück, die Bürger nach Herkunft trennen. Er erklärte den Abgeordneten, dass die Vorschläge der Oppositionspartei Menschen allein aufgrund ihrer Herkunft ins Visier nähmen.

Der Begriff 'Remigration' ist nichts anderes als ein Synonym für ethnische Säuberung aufgrund von Herkunft und Hautfarbe.

— Friedrich Merz

Wirtschaftliche Auswirkungen und regionale Arithmetik

Merz ging auch auf die wirtschaftlichen Folgen des AfD-Programms für die heimische Arbeitswelt und die öffentliche Daseinsvorsorge ein. Er wies darauf hin, dass jeder sechste Beschäftigte im deutschen Handwerk einen ausländischen Pass besitze, und warnte, dass der Abzug ausländischer Arbeitskräfte die Grundversorgung im ganzen Land lahmlegen würde. Laut Merz könnten Krankenhäuser, Pflegeheime, Gaststätten und Handwerksbetriebe ohne Zuwanderer nicht mehr arbeiten. Mit Blick auf die parlamentarische Mehrheit in Sachsen-Anhalt stellte der Kanzler fest, dass 56 % der Wähler andere Parteien gewählt hätten, sodass der AfD drei Sitze zur absoluten Mehrheit fehlten. Merz warf dem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund vor, die Wähler getäuscht zu haben, nachdem Parteifunktionäre ihn aufgefordert hatten, Koalitionspartner zu suchen – entgegen einem früheren Versprechen, nur mit einer vollen Mehrheit zu regieren.

Stimmenanteile bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt (September 2026)
%
AfD43.8
CDU17.2

Außenpolitische Streitigkeiten und demokratische Normen

Die parlamentarische Auseinandersetzung weitete sich zu scharfen Meinungsverschiedenheiten über Außenpolitik, Sicherheit und die Integrität staatlicher Institutionen aus. Weidel kritisierte die bundesdeutsche Migrationspolitik und brachte Einwanderung direkt mit erhöhter Kriminalität, Sexualdelikten und öffentlicher Gewalt in Verbindung. Weiterhin beschuldigte sie die Bundesregierung, die Kriegsrhetorik bezüglich der Ukraine zu verschärfen, während die Vereinigten Staaten eine diplomatische Deeskalation anstrebten. Merz wies ihre Behauptungen zurück und charakterisierte die AfD als zerstörerische Kraft, die den Ukraine-Konflikt verzerre, indem sie Opfer zu Tätern mache und sich mit russischen Interessen verbünde. Er schloss mit der Feststellung, dass die Oppositionspartei eine anhaltende Verachtung für demokratische Institutionen und Staatsvertreter zeige, und fügte hinzu, dass die AfD nirgendwo in Deutschland eine Regierungsmehrheit erreichen werde.

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Quellen