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Verkehr · · 8 Quellen

Madrid erweitert U-Bahn-Netz um 32 Kilometer und führt 24-Stunden-Wochenendbetrieb auf Linie 6 ein

Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso wird am Donnerstag in der Debatte zur Lage der Region einen 32 Kilometer langen Schienenausbauplan zusammen mit einem Rund-um-die-Uhr-Wochenendbetrieb auf der Linie 6 und einem Einheitsfahrpreis von 1,50 Euro vorstellen.

Durchgehender Wochenendbetrieb auf Linie 6

Madrids Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso wird am Donnerstag in der Debatte zur Lage der Region vor der Versammlung der Autonomen Gemeinschaft Madrid ein umfassendes Paket von Reformen des öffentlichen Nahverkehrs vorlegen. Nach dem Vorschlag der Regionalregierung soll die Linie 6 an jedem Wochenende 24 Stunden lang durchgehend verkehren, sobald die vollständige Automatisierung abgeschlossen ist. Die Züge fahren dann ohne Unterbrechung von Freitagmorgen 06:00 Uhr bis zum Betriebsschluss am frühen Montagmorgen gegen 01:30 Uhr. Die Linie 6 dient als wichtigster kreisförmiger Umsteigeknoten der Hauptstadt und befördert täglich über 430.000 Fahrgäste über Verbindungen mit zehn U-Bahn-Linien, fünf Verkehrsknotenpunkten, vier S-Bahn-Stationen und dem Südbusbahnhof. Die Regionalbehörden planen, den Automatisierungsprozess mit fahrerlosen Zügen im Laufe des Jahres 2027 abzuschließen und die üblichen nächtlichen Wochenendschließungen durch einen ununterbrochenen Verkehr zu ersetzen.

Netzerweiterung in südliche und nördliche Vororte

Die Regionalverwaltung wird über 1,1 Milliarden Euro für die Erweiterung des U-Bahn-Netzes um 32 Kilometer in den Vorortgemeinden und nördlichen Bezirken bereitstellen. Das größte Einzelprojekt ist die Verlängerung der Linie 10 um 6,5 Kilometer von Puerta del Sur in Alcorcón bis zur Station Manuela Malasaña in Móstoles, mit mindestens sechs neuen Stationen bei geschätzten Kosten von 1,05 Milliarden Euro. Die Linie 10 befördert derzeit täglich rund 300.000 Fahrgäste, und die Verlängerung wird direkte Verbindungen in die Madrider Innenstadt schaffen. Die vorbereitenden Studien für die Linie 10 laufen zwischen 2027 und 2029, der Bau ist von 2030 bis 2034 geplant. Im Norden Madrids erhält die Linie 1 einen 1,5 Kilometer langen Tunnel und bis zu zwei Stationen in Las Tablas bei einer Investition von 150 Millionen Euro, mit Bauarbeiten zwischen 2030 und 2032. Die Metro Ligero Linie 3 wird ebenfalls um 1,5 Kilometer bis nach Valenoso in Boadilla del Monte verlängert, mit zwei oberirdischen Haltestellen und einem Endbahnhof bei einem Budget von 25 Millionen Euro.

Geplante Finanzierung für Madrider Verkehrsprojekte
Mio. €
Linie 10 nach Móstoles1050
Linie 1 nach Las Tablas150
Metro Ligero 3 nach Valenoso25
Estación 4.0 Fahrkartenautomaten9

Studien für Linie 11 und südliche Verbindung

Die technischen Studien für den südlichen Abschnitt der Linie 11 beginnen im September 2026 durch eine Anpassung eines bestehenden Ingenieurvertrags, der vom regionalen Verkehrsminister Jorge Rodrigo beaufsichtigt wird. Die Generaldirektion Infrastruktur plant, eine Verlängerung von La Fortuna bis zum Stadtteil Poza del Agua in Leganés zu prüfen. Dieses Projekt wird eine ungenutzte Station der Metrosur (Linie 12) zwischen Puerta del Sur und San Nicasio aktivieren und den Anwohnern zwei verschiedene U-Bahn-Anschlüsse bieten. Die neue Trassenführung folgt auf die Aussetzung einer früher geplanten Verlängerung in Richtung Cuatro Vientos, nachdem das Verteidigungsministerium ein Veto gegen den ursprünglichen Entwurf eingelegt hatte.

Es wird verschiedene Gemeinden und Stadtteile verbinden und direktere Fahrten zwischen verschiedenen Punkten der Autonomen Gemeinschaft Madrid fördern.

— Autonome Gemeinschaft Madrid

Einheitsfahrpreis und Stationsautomatisierung

Die Regionalregierung wird auch die Tarifgestaltung des Nahverkehrs ändern, indem sie ab Oktober 2026 einen einheitlichen Preis von 1,50 Euro für Einzelfahrkarten in der Zone A wieder einführt. Die Überarbeitung beseitigt den variablen Zuschlag von 10 Cent pro Station nach der fünften Haltestelle, der die Fahrpreise seit Juni 2012 auf maximal 2,00 Euro begrenzt hatte. Darüber hinaus wird Metro de Madrid im Rahmen des Modernisierungsprogramms Estación 4.0 eine Fern-Videoanruf-Assistenz auf den nächsten Generation von Fahrkartenautomaten an 209 Terminals in 70 Stationshallen einsetzen. Die digitale Aufrüstung umfasst eine Investition von neun Millionen Euro, die durch EU-Wiederaufbaufonds finanziert wird, und ermöglicht es den Fahrgästen, direkt mit Kundendienstmitarbeitern zu sprechen, um Routenführung und automatische Käufe zu erhalten.

Wichtige Meilensteine für Madrider Verkehrsprojekte
2026-09Studienbeginn zur Verlängerung der Linie 11 nach Poza del Agua in Leganés
2026-10Einheitsfahrpreis von 1,50 Euro in Zone A tritt in Kraft
2027Fahrerlose Züge auf Linie 6 ermöglichen 24-Stunden-Wochenendbetrieb
2030Baubeginn der Verlängerungen von Linie 1 und Linie 10
2034Voraussichtliche Fertigstellung der Linie-10-Verlängerung nach Móstoles
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Quellen