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Clayface an der Spitze der nordamerikanischen Kinocharts – Elizabeth-Holmes-Dokumentation spielt 19,5 Millionen Dollar ein
Der Horrorfilm Clayface von DC Studios ist mit 24 Millionen Dollar auf Platz 1 in Nordamerika gestartet und lag damit knapp vor der Elizabeth-Holmes-Dokumentation von A24, die an ihrem zweiten Wochenende 19,5 Millionen Dollar einspielte.
Kinocharts am Wochenende
Clayface, ein Horrorfilm von DC Studios und Warner Bros. über den Batman-Schurken, startete laut Studio-Schätzungen, über die am Sonntag, 25. Oktober, berichtet wurde, mit rund 24 Millionen Dollar aus 3.458 Kinos auf Platz 1 in Nordamerika. Der Film mit R-Freigabe hatte ein Budget von 44 Millionen Dollar und spielte im Ausland weitere 19 Millionen Dollar ein. Tom Rhys Harries spielt Matt Hagen, einen aufstrebenden Filmstar, der sich einer experimentellen Gesichtsoperation unterzieht, nachdem ein Mafiaboss ihn entstellt hat. Der Start lag am unteren Ende der Erwartungen von Analysten vor dem Kinostart, gab DC aber ein gewisses Maß an Stabilität nach Supergirl, das im Juli weltweit 126 Millionen Dollar bei einem Produktionsbudget von 170 Millionen Dollar einspielte. Andere Berichte beziffern die Produktions- und Marketingkosten jenes Films auf nicht weniger als 270 Millionen Dollar. Clayface verwies You Can See Everything auf den zweiten Platz, die A24-Dokumentation über Elizabeth Holmes, die an ihrem zweiten Wochenende 19,5 Millionen Dollar einnahm. Der Film wurde von 855 auf 2.655 Kinosäle ausgeweitet, und Vulture berichtet, dass seine Ticketverkäufe in der zweiten Woche um 28 Prozent stiegen. Sein kumuliertes Einspiel in Nordamerika erreichte über zwei Wochen 45,1 Millionen Dollar, womit er laut AP bereits zu den erfolgreichsten Dokumentarfilmen aller Zeiten zählt.
| Mio. $ | |
|---|---|
| Clayface | 24 |
| You Can See Everything | 19.5 |
| Wildwood | 11.2 |
| Street Fighter | 8.6 |
| Wicker | 5.75 |
Die AP zitierte Paul Dergarabedian dazu, was der Start über die Herangehensweise des Studios aussagt.
Clayface ist ein großartiges Beispiel dafür, dass Studios Risiken eingehen: DC wagt sich an R-Rated-Horror und Body Horror, was sicher kein typischer Comicfilm ist.
Warum die Dokumentation Publikum anzieht
Der Film läuft fast drei Stunden und wurde von Nathan Fielder und Lance Oppenheim inszeniert. Die Erwartungshaltung begann etwa 40 Tage vor dem US-Start, als er beim Festival in Telluride als geheime Überraschung gezeigt wurde, wo das Publikum seine Telefone in Taschen einschließen musste, während Wachen mit Nachtsichtgeräten den Saal beobachteten. Laut NZZ waren allein am ersten Wochenende in Nordamerika mehr als 2.000 Vorführungen ausverkauft. Die AP berichtet, der Film ziehe Scharen von Kinogängern der Gen Z an, und seine Chancen bei Auszeichnungen wüchsen. David A. Gross, Herausgeber des Kinonewsletters FranchiseRe, beschrieb die Anziehungskraft des Films und das Geld, das dahintersteht.
A24 hat Berichten zufolge 7 Millionen Dollar in eine interessante, aber komplizierte Idee ohne Anfang, Mitte und Ende investiert, aus der ein Zeitgeist-Film über Geld, Träume, Wahrheit und Wirklichkeit geworden ist.
The Independent berichtet, die Dokumentation sei der erfolgreichste nichtmusikalische Dokumentarfilm seit Michael Moores Fahrenheit 9/11 aus dem Jahr 2004, und die Kritiken seien überwiegend positiv.
Auszeichnungsdebatten und der Fall Holmes
Einige Kommentatoren sagen voraus, der Film könnte der erste Dokumentarfilm werden, der für den Oscar als bester Film nominiert wird, was laut AP ein Novum für diese Kategorie wäre. Vulture zufolge könnte er die 119 Millionen Dollar von Fahrenheit 9/11 übertreffen und der erfolgreichste Dokumentarfilm aller Zeiten werden. Holmes gründete Theranos 2003 im Alter von 19 Jahren, nachdem sie ihr Chemiestudium in Stanford aufgegeben hatte, so die Rzeczpospolita. Sie verbüßt eine elfjährige Haftstrafe im Federal Prison Camp in Bryan, Texas, nachdem sie in vier Anklagepunkten wegen Betrugs und Verschwörung im Zusammenhang mit Lügen über die Technologie ihres Bluttest-Unternehmens verurteilt wurde. The Independent berichtet, der Film beginne 34 Tage, bevor Holmes diese Haftanstalt antritt.
| 2003 | Holmes, 19 Jahre alt, bricht ihr Chemiestudium in Stanford ab und gründet Theranos |
|---|---|
| 2015 | John Carreyrous Artikel über den Theranos-Betrug erscheint im Wall Street Journal |
| 2016 | Das FBI beschuldigt Holmes, Investoren, Ärzte und Patienten getäuscht zu haben |
| 2022-01 | Holmes wird zu elf Jahren Haft verurteilt |
Weitere Starts und was als Nächstes kommt
Wildwood, eine Stop-Motion-Animation von Laika über ein Teenagermädchen, das in einem verzauberten Wald nach seinem entführten Bruder sucht, debütierte laut Vulture mit 11,2 Millionen Dollar auf Platz drei (The Independent nennt 11 Millionen Dollar). Der Film hat eine Rotten-Tomatoes-Wertung von 100 Prozent und ein CinemaScore von A und kostete laut The Independent etwa 100 Millionen Dollar. Street Fighter fiel in seiner zweiten Woche mit 8,6 Millionen Dollar vom ersten auf den vierten Platz. Wicker, die romantische Fantasy mit Olivia Colman, belegte mit 5,75 Millionen Dollar den fünften Platz, und Vulture merkt an, dass für ihn eine einzige Nacht mit 4DX-Vorführungen angesetzt ist. Die Dokumentation startet laut NZZ am 3. Dezember in der Schweiz und in Deutschland.
Quellen
- 'You Can See Everything' surges with $19.5M at box office; 'Clayface' takes No. 1
AP NEWS · 25. Okt. - You Can See Everything rivals Clayface at box office with huge takings
The Independent · 25. Okt. - You Can See Clayface Number 1 at the Box Office
Vulture · 25. Okt. - Elizabeth Holmes Gives a Batman Villain a Run for His Money
The New York Times · 25. Okt. - "Zobaczysz wszystko" będzie filmową rewolucją?
Rzeczpospolita · 25. Okt. - Warum halb Amerika über "You Can See Everything" spricht
Neue Zürcher Zeitung · 25. Okt. - Impossible to look away from Elizabeth Holmes in latest documentary on the Theranos fraudster
The Irish Times · 25. Okt. - Por qué 'You can see everything', el documental sobre Elizabeth Holmes, copa conversaciones, redes, disfraces de Halloween y hasta huele a Oscar
EL PAÍS · 25. Okt.