pollar.news
Nur-Text-Ausgabe
← Zurück zu den Top-Meldungen

Von KI erstellter Text · Wie dieser Text entsteht

Fußball · ab · akt. · 8 Quellen

Manchester City legt Berufung gegen Premier-League-Urteil ein, das den Verein im Fall von Verstößen in Höhe von 900 Mio. Pfund für schuldig befindet

Manchester City hat förmlich Berufung gegen das Urteil einer unabhängigen Kommission eingelegt, die den Verein in mehr als 100 Fällen von Verstößen gegen die Finanzregeln für schuldig befunden hat, während der englische Fußballverband und die Steuerbehörden die weiteren Folgen prüfen.

Berufung gegen die Feststellungen der Kommission eingelegt

Manchester City legte Berufung gegen das Urteil einer unabhängigen Kommission ein, die den Verein der schweren Verstöße gegen die Finanzvorschriften der Premier League zwischen den Spielzeiten 2009/10 und 2017/18 für schuldig befunden hatte. Das am Dienstag veröffentlichte Urteil der Liga kam zu dem Schluss, dass der Verein über fast ein Jahrzehnt hinweg Scheinverträge im kommerziellen Bereich nutzte, um Einnahmen künstlich aufzublähen und Kosten in Höhe von mehr als 900 Millionen Pfund (1,19 Milliarden Dollar) zu verschleiern. In einer offiziellen Erklärung hielt der Verein daran fest, das Urteil des Gremiums enthalte eindeutige materielle Rechts-, Grundsatz- und Tatsachenfehler, und bezeichnete die Entscheidung als nicht haltbar. Vereinsvertreter reichten am Donnerstagabend Unterlagen ein, die nach ihrer Darstellung eine umfassende Sammlung unwiderlegbarer Beweise enthalten. Die Rechtsverteidigung des Vereins macht geltend, die umstrittenen kommerziellen Sponsoringvereinbarungen seien direkt von der Regierung von Abu Dhabi und nicht von den Vereinseigentümern finanziert worden.

Wichtige Meilensteine im Finanzverfahren gegen Manchester City
2023-02Die Premier League erhebt mehr als 100 Vorwürfe wegen Verstößen gegen die Finanzregeln gegen Manchester City.
2026-09-29Die unabhängige Kommission fällt ihr Urteil und befindet Manchester City der Finanzverstöße für schuldig.
2026-10-01Manchester City reicht Berufungsunterlagen ein, während der Schatzausschuss HMRC kontaktiert.
2026-10-02Der englische Fußballverband kündigt eine Prüfung des Urteils an, während die Frist für die förmliche Berufung abläuft.

Rechtliche Fristen und politische Folgen

Nach den beschleunigten Verfahrensregeln der Premier League muss eine Berufungsverhandlung innerhalb von 12 Wochen nach Einlegung stattfinden, eine bindende Entscheidung muss innerhalb von 30 Tagen nach Abschluss der Verhandlung ergehen. Manchester City dürfte argumentieren, dass diese beschleunigten Verfahren nicht anwendbar seien, da sie erst eingeführt wurden, nachdem die Liga im Februar 2023 mehr als 100 Disziplinarklagen gegen den Verein erhoben hatte. Der englische Fußballverband (FA) bestätigte am Freitag, dass er die Feststellungen des Gremiums prüft, um zu beurteilen, ob separate Untersuchungen oder Sanktionen des Verbands erforderlich sind.

Die Entscheidung der Unabhängigen Kommission hat erhebliche Auswirkungen auf die Integrität des Spiels. Wir prüfen die Entscheidung und ihre Folgen sorgfältig und werden dort, wo es angebracht ist, Maßnahmen ergreifen.

— Englischer Fußballverband (FA)

Die Kontroverse erreichte am Donnerstag auch die britische Politik: Meg Hillier, Vorsitzende des Schatzausschusses des Unterhauses, wandte sich förmlich an JP Marks, den Ständigen Sekretär der Steuer- und Zollbehörde HMRC, um zu erfragen, welche Durchsetzungsschritte die Steuerbehörde plant. Auch die Downing Street stellte eine Klarstellung aus, nachdem Andy Burnham Bedenken geäußert hatte, ob Investoren aus Abu Dhabi den Verein verkaufen könnten. Ein Sprecher der Nummer 10 erklärte, das Disziplinarverfahren sei unabhängig und laufe weiter, und fügte hinzu, dass jeder, bei dem ein Fehlverhalten festgestellt werde, mit angemessenen Konsequenzen rechnen müsse.

Offenlegung von Vergütungen und mögliche Strafen

Die Feststellungen der Kommission befassten sich auch mit den Vorwürfen, Manchester City habe über mehrere Spielzeiten hinweg keine korrekten Angaben zu den Vergütungen von Spielern und Trainern gemacht. Der frühere Trainer Roberto Mancini, der das Team von 2009 bis 2013 betreute, geriet wegen Berichten unter die Lupe, wonach er sein Grundgehalt von 1,45 Millionen Pfund (1,9 Millionen Dollar) durch eine Beratertätigkeit bei einem Verein in Abu Dhabi verdoppelt habe. Britische Medien berichteten, die Regelung könnte dem Verein ermöglicht haben, rund 12 Millionen Pfund (16 Millionen Dollar) an Einkommensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen zu vermeiden. Vor Journalisten im Stade de France wies Mancini den Hinweis zurück, die Untersuchung bringe ihn persönlich in Haftung.

Manchester City ist nicht schuldig, und die Tatsache, dass es einen Doppelvertrag gab, ist wohl nicht mein Problem, sondern ihres.

— Roberto Mancini

Über die Strafen für die Finanzverstöße wird in einer separaten, nicht öffentlichen Anhörung vor der unabhängigen Kommission entschieden. Mögliche disziplinarische Folgen reichen von Geldstrafen und Punktabzügen in der Liga bis zum Ausschluss aus der Premier League – nach früheren Präzedenzfällen, in denen Everton und Nottingham Forest für geringere Regelverstöße Punktabzüge erhielten.

Vollständige Version auf pollar.news lesen →

Quellen