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Makroökonomie · ab · akt. · 8 Quellen

Frankreich vermeidet technische Rezession, da BIP im zweiten Quartal bei 0,0 % stagniert

Insee revidierte das französische Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal 2026 auf 0,0 %, nach einem Rückgang von 0,2 % im ersten Quartal, da Hitzewellen die landwirtschaftliche Produktion beeinträchtigten.

Revidierte Zahlen und Rezessionsvermeidung

Das französische Statistikamt Insee revidierte am 28. August 2026 die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt des Landes nach unten und verzeichnete für das zweite Quartal ein Wachstum von 0,0 %. Das Institut hatte zuvor eine Expansion von 0,2 % zwischen April und Juni prognostiziert. Insee senkte auch seine Berechnung für das erste Quartal, wonach die Wirtschaft um 0,2 % schrumpfte, statt des in früheren Auswertungen gemeldeten Rückgangs von 0,1 %. Die stagnierende Entwicklung im zweiten Quartal verhinderte zwei aufeinanderfolgende Quartale mit Kontraktion und hielt Frankreich knapp außerhalb einer technischen Rezession. Das gesamte seit Jahresbeginn übertragene Wachstum erreichte 0,3 %.

Quartalsweises französisches BIP-Wachstum und Jahresprognosen für 2026
%
Q1 2026 (revidiert)-0.2
Q2 2026 (revidiert)0
Wachstumsübertrag0.3
Regierungsziel 20260.7

Landwirtschaftliche Verluste durch Hitzewellen

Die Statistikbehörden führten die Abwärtskorrekturen direkt auf geringere landwirtschaftliche Erträge und Preisbewegungen bei Dienstleistungen zurück. Aufeinanderfolgende Hitzewellen und anhaltende Dürre im Sommer ließen die landwirtschaftliche Produktion deutlich unter die Ende Juli veröffentlichten Schätzungen fallen. Insee stellte zudem eine unerwartete Stärke der Marktdienstleistungspreise fest, insbesondere im Transportsektor. Bei den von Impact France organisierten Universités d'été de l'économie de demain äußerte sich Wirtschaftsminister Roland Lescure zu den landwirtschaftlichen Schäden.

Die Ernten werden in einer Reihe von Sektoren und Regionen zweifellos äußerst schwierig sein.

— Roland Lescure

Lescure erklärte, dass die Hitzewellen enorme wirtschaftliche Schäden verursacht hätten, die sich auch auf die Zahlen des dritten Quartals auswirken und in die offiziellen Haushaltsprognosen einfließen würden.

Inlandsnachfrage, Investitionen und Handel

Die Inlandsindikatoren zeigten zwischen April und Juni unterschiedliche Trends in der französischen Wirtschaft. Die Haushaltskonsumausgaben erholten sich um 0,3 %, nach einem Rückgang von 0,3 % im ersten Quartal, während die Ausgaben der öffentlichen Verwaltung um 0,4 % stiegen. Demgegenüber schrumpften die Gesamtinvestitionen um 0,3 %, nach einem Rückgang von 0,8 % im Vorquartal. Die Inlandsnachfrage ohne Lagerveränderungen trug 0,2 Prozentpunkte zum Quartalswachstum bei. Der Außenhandel steuerte 0,6 Prozentpunkte zum Bruttoinlandsprodukt bei, angetrieben durch einen Anstieg der Exporte um 2,9 %, angeführt von der Luftfahrtindustrie, während die Importe um 1,1 % zunahmen.

Ausgewählte französische Wirtschaftsindikatoren im Q2 2026
%
Exporte2.9
Importe1.1
Staatsausgaben0.4
Haushaltskonsum0.3
Inlandsinvestitionen-0.3
Kaufkraft der Haushalte-0.5

Trotz des Anstiegs des Konsums sank die Kaufkraft der Haushalte pro Verbrauchseinheit um 0,5 %, nach einem Rückgang von 0,1 % im ersten Quartal. Um die Ausgaben während dieses Rückgangs aufrechtzuerhalten, senkten die französischen Haushalte ihre Sparquote von 17,9 % im ersten Quartal auf 17,2 % im zweiten Quartal.

Arbeitsmarktbelastungen und Haushaltsziele

Die Arbeitsmarktstatistiken spiegelten die nachlassende Dynamik der Gesamtwirtschaft wider. Die Zahl der abhängig Beschäftigten sank im zweiten Quartal um 23.500 Stellen bzw. 0,1 %, was auf einen leichten Rückgang der Beschäftigtenzahl im privaten Sektor und ein Nullwachstum im öffentlichen Dienst zurückzuführen ist. Die Verbraucherpreisinflation im Jahresvergleich stieg im August auf 2,4 %, nach 2,1 % im Juli, bedingt durch gestiegene Energiepreise. Mathieu Plane, Ökonom am Institut français d'économie, bewertete die Daten des ersten Halbjahres.

In diesen ersten sechs Monaten gab es einen echten Stillstand der französischen Wirtschaft, und die kommenden Quartale werden schwierig.

— Mathieu Plane

Die Stagnation erschwert die Haushaltsplanung für Premierminister Sébastien Lecornu, während seine Regierung den nationalen Haushalt 2027 ausarbeitet. Das offizielle Regierungsziel für das Gesamtjahr 2026 für das BIP-Wachstum liegt bei 0,7 %, während die Regierung bestrebt ist, das Staatsdefizit so nahe wie möglich an 5 % des Bruttoinlandsprodukts zu bringen.

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Quellen