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Ford und Geely produzieren fünf Fahrzeuge im Werk Valencia im Rahmen eines neuen Joint Ventures

Das zu 66 % im Besitz von Ford befindliche Joint Venture wird ab 2028 das elektrische SUV EX5 von Geely und vier weitere Modelle im Werk Almussafes produzieren und so über 15.000 indirekte Arbeitsplätze sichern.

Das Joint Venture

Ford und Geely gaben am 23. Juli 2026 ein Joint Venture bekannt, an dem Ford 66 % und Geely 33 % hält. Die Partnerschaft wird ab 2028 fünf Fahrzeuge in Fords Werk Almussafes bei Valencia produzieren. Ford-Europa-Präsident Jim Baumbick sagte, das Ziel sei es, „die Anlage wirklich auszulasten“. Geely-Senior-Vizepräsident Victor Yang bestätigte, dass das erste Modell das bereits in Europa verkaufte elektrische SUV EX5 sein wird, ein zweites Geely-Fahrzeug befinde sich noch in der Entwicklung. Die beiden Unternehmen werden außerdem gemeinsam ein neues Modell für den europäischen Markt entwickeln. Der Deal folgt auf monatelange Gespräche, über die Reuters erstmals im Februar 2026 berichtete, und wurde durch eine Beziehung begünstigt, die auf den Kauf von Volvo Cars durch Geely von Ford im Jahr 2010 zurückgeht.

Produktion und Arbeitsplatzsicherheit

Das Werk Almussafes hatte seine Produktion von fünf Modellen auf nur noch eines, den Kuga, reduziert, mit weniger als 100.000 produzierten Einheiten im letzten Jahr. Die neue Vereinbarung zielt darauf ab, das Werk wieder auf seine maximale Kapazität von 500.000 Fahrzeugen pro Jahr zu bringen. Die Zulieferindustrie in Valencia, die über 100 Unternehmen und 23.000 Arbeiter umfasst, begrüßte die Nachricht. Francisco Segura, Präsident des Automobilclusters AVIA, sagte, das durch die neuen SUV-Modelle implizierte Fertigungsvolumen erlaube es den Zulieferern neben der fortgesetzten Produktion von Kuga und Bronco, „mit größerem Vertrauen in die Zukunft zu blicken“. Der Regionalpräsident Juanfran Pérez Llorca erklärte, der Deal garantiere mehr als 15.000 indirekte Arbeitsplätze bei den Zulieferunternehmen.

Ich weiß, dass die Unsicherheit Angst verursacht hat. Mit dieser Vereinbarung ist die Zukunft gesichert und ein Ende jener etwas turbulenten Phase gesetzt, die bei uns allen Nervosität ausgelöst hat.

— Juanfran Pérez Llorca

Geelys europäischer Fußabdruck und EU-Regeln

Das Joint Venture verschafft Geely seine erste Produktionsstätte in Europa und hilft dem Unternehmen, EU-Zölle auf aus China importierte Elektrofahrzeuge zu vermeiden und die bevorstehenden „Made in Europe“-Lokalisierungsanforderungen zu erfüllen. Chinesische Automobilhersteller wetteifern darum, Werkskapazitäten auf dem Kontinent zu sichern; Spanien ist aufgrund seiner Position als zweitgrößter Autohersteller Europas nach Deutschland und seiner niedrigeren Arbeits- und Energiekosten eine beliebte Wahl. BYD hat Spanien in die engere Wahl genommen, während Leapmotor ein elektrisches SUV in einem Stellantis-Werk in Saragossa bauen wird. Victor Yang sagte, Geely sei nicht nur zum Verkaufen in Spanien, sondern „um in die lokale Wertschöpfungskette zu investieren und mit allen derzeitigen Partnern zusammenzuarbeiten, um die Marktanforderungen zu erfüllen.“

Zeitleiste des Ford-Geely Joint Ventures
Februar 2026Reuters berichtet über Gespräche zwischen Ford und Geely über eine Partnerschaft
22. Juli 2026Die Zeitung ABC berichtet, dass ein Deal abgeschlossen wurde
23. Juli 2026Offizielle Ankündigung im Werk Almussafes mit Ministerpräsident Pedro Sánchez
2028Erste elektrische SUVs von Geely laufen vom Band

Politische Unterstützung

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez nahm an der Ankündigung im Werk Almussafes teil und bezeichnete den Deal als Beweis für „die Fähigkeit Spaniens, große Investitionen anzuziehen und an den großen Transformationen teilzuhaben, die die Zukunft der Mobilität definieren.“ Der valencianische Präsident Pérez Llorca hob die Zusammenarbeit zwischen regionalen und nationalen Regierungen sowie dem Privatsektor hervor und nannte Steuersenkungen, fiskalische Anreize und Verwaltungsvereinfachungen als Faktoren, die die Region attraktiv machten.

Wenn wir alle in die gleiche Richtung rudern, entstehen Zukunft und Hoffnung.

— Juanfran Pérez Llorca

An der Veranstaltung nahmen auch mehrere spanische Minister teil, darunter Arbeitsministerin Yolanda Díaz und Industrieminister Jordi Hereu.

Jährliche Produktionskapazität des Werks Almussafes
Fahrzeuge
2025 (nur Kuga)100000
Ziel 2028 (5 Modelle)500000
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Quellen