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Indonesien eröffnet Jakarta-Flughäfen wieder, nachdem Anak-Krakatau-Asche 2,961 Flüge gestoppt hat

Die Behörden haben fünf Flughäfen für den Flugverkehr freigegeben, nachdem Sicherheitskontrollen an 178 am Boden gebliebenen Flugzeugen durchgeführt wurden, während Einsatzteams in der Nähe des Vulkans nach einem vermissten Boot mit fünf Journalisten suchten.

Flughafenbetrieb wird wieder aufgenommen

Die indonesischen Transportbehörden haben am Dienstagmorgen fünf Flughäfen wiedereröffnet, darunter den internationalen Flughafen Soekarno-Hatta und den Flughafen Halim Perdanakusuma in Jakarta, nachdem Vulkanasche von Start- und Landebahnen sowie Betriebseinrichtungen entfernt worden war. Die Wiedereröffnungen folgten auf zwei Tage Sperrungen, die 2.961 Flüge beeinträchtigten und mehr als 340.000 Passagiere im ganzen Land stranden ließen. Verkehrsminister Dudy Purwagandhi erklärte, der Betrieb sei kurz nach Mitternacht wieder aufgenommen worden, nachdem die Luftfahrtbehörden den regionalen Luftraum für sicher erklärt hatten. Vor der Freigabe von Abflügen mussten Techniker 178 am Boden auf dem Rollfeld von Soekarno-Hatta abgestellte Flugzeuge überprüfen, um deren Flugtüchtigkeit zu bestätigen. Zwei regionale Flughäfen nahmen später am Morgen den Normalbetrieb wieder auf, während zwei andere Einrichtungen geschlossen blieben.

Wir bitten die Passagiere und die Öffentlichkeit um ein wenig Geduld, da wir Inspektionen durchführen werden, um sicherzustellen, dass diese Flugzeuge flugtauglich sind.

— Dudy Purwagandhi

Vulkanaktivität verlagert sich

Die Ascheemissionen gingen vom Anak Krakatau aus, der in der Sundastraße zwischen den Inseln Java und Sumatra liegt, etwa 150 Kilometer westlich von Jakarta. Der Vulkan begann am Freitagabend Aschewolken freizusetzen, die sich am Samstag zu heftigen Eruptionen mit Lavafontänen und lauten Detonationen steigerten. Der Leiter der indonesischen Geologischen Agentur, Lana Saria, berichtete, dass die kontinuierliche Eruptionsphase am Sonntag endete und der Vulkan am Dienstag zu intermittierender strombolianischer Aktivität überging. Seismographen registrierten zwischen Morgengrauen und Mittag am Dienstag vier Eruptionen, darunter zwei Ereignisse mit einer Dauer von 19 bzw. 17 Sekunden, obwohl dichter Nebel die visuelle Beobachtung behinderte. Die Luftfahrtbehörden hielten eingeschränkte Luftraumzonen um den Vulkan aufrecht, um zu verhindern, dass Partikel in der Luft Triebwerke und wichtige Avionik beschädigen.

Die Rückkehr zur strombolianischen Aktivität signalisierte das Ende der lang anhaltenden kontinuierlichen Eruptionsphase.

— Lana Saria
Zeitleiste der Anak-Krakatau-Eruption und der Verkehrsreaktion
4. Sept. Ascheemissionen beginnen sich über Java und Sumatra auszubreiten
5. Sept. Kontinuierliche Eruptionen erzeugen Lavafontänen und Detonationen
6. Sept. Flugbetrieb an acht regionalen Flughäfen eingestellt
7. Sept. Boot mit fünf Journalisten verliert vor Banten um 15:00 Uhr den Kontakt
8. Sept. Fünf Flughäfen wieder geöffnet, während 178 am Boden gebliebene Flugzeuge überprüft werden

Bodenstörungen und Fluggesellschaftsverluste

Die verlängerte Schließung führte zu Notfall-Logistikmaßnahmen in West- und Zentralindonesien. Flughafenbetreiber stellten kostenlose Shuttlebusse zur Verfügung, um gestrandete Passagiere zu sechs alternativen Drehkreuzen in Zentraljava, Ostjava und Yogyakarta zu transportieren. Die indonesische Regierung lockerte die Aufenthaltsbestimmungen für ausländische Reisende, die aufgrund von Flugausfällen ihre erlaubte Aufenthaltsdauer überschritten hatten. Allein am Dienstagmorgen wurden 243 Inlands- und Auslandsflüge verspätet oder gestrichen, was fast 30.000 Reisende am Hauptterminal von Jakarta betraf. Bayu Sutanto, ein Vertreter des indonesischen Verbands der Luftverkehrsgesellschaften, schätzte, dass die Fluggesellschaften während der Aussetzung tägliche Umsatzeinbußen von bis zu 1 Million US-Dollar erlitten.

Suchaktion in der Sundastraße

Die indonesischen Rettungsdienste haben am Dienstag See- und Luftsuchaktionen gestartet, um ein Schnellboot mit sieben Personen zu lokalisieren, das in der Nähe des Vulkans vermisst wurde. Das Boot, das fünf indonesische Journalisten und zwei Besatzungsmitglieder an Bord hatte, war am Montagnachmittag von einem Hafen in der Provinz Banten ausgelaufen, um die Eruptionen zu fotografieren. Die Journalisten vertraten nationale und internationale Medien, darunter die staatliche Nachrichtenagentur Antara, die türkische Agentur Anadolu und das lokale Portal iNews. Der Kontakt brach am Montag um 15:00 Uhr ab, nachdem ein Reporter einem Kollegen geografische Koordinaten übermittelt hatte. Suchpersonal, Wasser- und Luftpolizei sowie der Bootsbetreiber setzten Schiffe ein, um die Gewässer rund um die Vulkaninsel zu durchkämmen.

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Quellen